BvL Geschäftsführer vor Futtermischwagen

Rückblick 160 Jahre BvL: Viel Erfahrung für vollen Einsatz

Die Bernard van Lengerich Maschinenfabrik blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück – und investiert deutlich in die Zukunft.

Leuchtendes Rot – das ist eines der Markenzeichen der Futtermischwagen aus der Bernard van Lengerich Maschinenfabrik GmbH & Co. KG (BvL)  in Emsbüren. Eigentlich. Denn in diesem Herbst brachten die Fütterungstechnik-Profis die limitierte „BvL-Black Edition“ heraus - Futtermischwagen nahezu komplett in schwarz. Das hat seinen Grund: Der Landmaschinenhersteller aus dem Emsland feiert Geburtstag, den mittlerweile 160ten. Und als Familienbetrieb in fünfter Generation zeichnet sich BvL nicht nur durch Erfahrung aus, sichtbar an innovativer Technik und hochwertigen Maschinen. Nein, besonders auch die Nähe am Kunden bzw. die Kundenbegeisterung betonen die Emsländer in ihrem Leitbild – genau dazu passt eine solche Sonderedition.

Produktion auftragsbezogen und individuell

Nah am Kunden, das ist BvL mit seinen Produkten aber generell: „Für mich gemacht“ lautet der Titel einer der aktuellsten Kampagnen aus der BvL Maschinenfabrik. Das trifft den BvL-Anspruch: Produkte, insbesondere Futtermischwagen, nach Kundenwunsch und orientiert an den betrieblichen Gegebenheiten herzustellen. Das zeigt sich nicht nur in der breiten Variantenvielfalt im Futtermischwagen-Sektor, ob Ein-, Zwei oder Dreischneckenmischer, als Fremdbefüller, Stationärer Mischer, Selbstlader oder Selbstfahrer. Auch die breite Ausstattungspalette mit diversen Austragevarianten, optionalem Zubehör oder auch modernem Fütterungsmanagementsystemen wie dem V-DAIRY Feeder TMR System macht diese Vielfalt deutlich. Das hat etwas von Baukastenprinzip – und genau das ist gewollt. Denn nur so kann der Kunde mithilfe der fachkundigen Berater von BvL „seine“ Maschine zusammenstellen. „Wir entwickeln unsere Produktpalette stetig weiter – am Markt und vor allem am Bedarf des Kunden orientiert. Wir wollen Lösungen schaffen für die tägliche Arbeit im Betrieb“, erklärt Geschäftsführer Bernard van Lengerich diese Position. Als besonders beachtenswert nennt er hierbei auch die Auswahl an Mischschnecken für die BvL Futtermischwagen. „Unsere Standard-Mischschnecke deckt eine Vielzahl an typischen Anwendungsbereichen der Fütterung ab, aber wir bieten eben auch spezielle Schnecken an. Damit sind unsere Maschinen für sämtliche Anwendungsbereiche einsetzbar. Ein Beispiel ist unsere Compact Feeding Mischschnecke, die für Fütterung einer feucht-klebrigen Futterration mit langen Mischzeiten konzipiert ist.“

Auslandsmarkt wachsend

Zum Produktprogramm der BvL Maschinenfabrik gehören - neben der Fütterungstechnik mit den genannten Futtermischwagen - auch moderne Entnahmetechnik mit den weithin bekannten Siloblockschneidern, Einstreutechnik, Biogastechnik und digitale Produkte, wie das Fütterungsmanagementsystem V-DAIRY Feeder TMR System. Knapp 70 Prozent des Maschinenumsatzes werden mittlerweile im Ausland erzielt – ein Trend, der sich vor allem in den vergangenen zehn Jahren stark entwickelt hat, wie Bernard van Lengerich erzählt: „Die Auslandsmärkte sind Chance und Herausforderung zugleich. Denn der Bedarf an Technik für landwirtschaftliche Betriebe, eben auch für die Fütterung, ist in jeder Region und je nach landwirtschaftlicher Struktur unterschiedlich. Deshalb ist ein starkes, kompetentes und kundennahes Vertriebsnetzwerk weltweit für uns immens wichtig.“

Das weltweite Agieren ist in diesem Jahr, wie in vielen Branchen, deutlich schwieriger als sonst, da die Corona-Pandemie viele Auslandsreisen verhindert. „Die Corona-Pandemie stellt uns seit Monaten vor besondere Herausforderungen. Vieles funktioniert in Kleinstgruppen oder auch digital gut. Aber den so wichtigen persönlichen Kontakt zum Kunden, ob auf Messen oder direkt auf dem Betrieb, den vermisst unser Team sehr“, berichtet van Lengerich.

 

Eine Gruppe – drei Bereiche

Bernard van Lengerich hat zusammen mit seinem Cousin Bernard Sievering die Geschäftsführung der BvL Group in der 5. Generation inne. Die Gruppe mit insgesamt rund 400 Mitarbeitern umfasst nicht nur die Landmaschinentechnik (BvL Maschinenfabrik), sondern auch zwei weitere Bereiche:

Kleinster Bereich der Gruppe ist die BvL Elektrotechnik. Sie deckt als regionaler Handwerksbetrieb verschiedenste Dienstleistungen im Bereich
Elektroinstallationen, Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation ab.

Der vor über 30 Jahren als Tochterunternehmen gegründete Bereich Oberflächentechnik zeichnet sich durch sein enormes Wachstum aus. Als einer der größten Anbieter für industrielle Reinigungsanlagen ist die „O-Tec“, wie sie betriebsintern genannt wird, mit kundenindividuellen, modernsten Lösungen und einem Service- und Vertriebsnetz in mehr als 19 Ländern weltweit vertreten.

 

Neubau mit Kantine und modernen Büros

Treffpunkt aller BvL-Mitarbeiter ist seit Jahresbeginn die neue Kantine des Unternehmens. Ins „Anno 1860“ – der namentliche Bezug rührt vom Gründungsjahr des Unternehmens her – sind sie zur Frühstücks- und Mittagspause oder auch für kleine Besprechungen eingeladen. „Das Angebot wird sehr gerne und gut angenommen, wenn auch aktuell etwas eingeschränkt wegen der Corona-Lage“, kann Bernard van Lengerich erfreut berichten. Die Kantine entstand Anfang des Jahres im BvL-Neubau, der als Energieeffizienzgebäude mit deutlich reduziertem Energiebedarf errichtet wurde. Neben der Kantine beherbergt der Neubau auf drei Ebenen vor allem zahlreiche moderne, großzügige Büros und Besprechungsräume. „Damit rüsten wir uns für die Zukunft, denn die Räumlichkeiten wurden durch die steigende Mitarbeiterzahl in allen Bereichen knapp“, berichtet van Lengerich. Für die Zukunft rüsten, daran arbeitet die BvL Maschinenfabrik weiterhin. Insbesondere die Digitalisierung der Landwirtschaft, ob in Form von Neu- und Weiterentwicklungen des Fütterungsmanagements oder auch anderer „Arbeitshilfen für die Fütterung“ aus dem Segment V-CONNECT, bleibt großes Thema. Und dabei bleibt der Anspruch: individuell, begeisternd und nah am Kunden sein.